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Cluster E — Aktualität

Iran-Krieg, Energiepreise & Inflation

Der Iran-Konflikt seit Frühjahr 2025 treibt die Energiepreise. Heizöl +47%, Kraftstoffe +14,8%, Strom +8,1% (April 2026). Sachliche Übersicht ohne Krisenporno.

Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Verbraucherpreisindex und Wägungsschema 2026 für Basisjahr 2025. Methodik nach ECOICOP V2. Stand: April 2026.

Verlauf des Konflikts

Frühjahr 2025: Eskalation am Persischen Golf nach dem Schließen der Straße von Hormuz. Brent-Ölpreis stieg von 75 USD (Q1 2025) auf mittlerweile 102 USD (April 2026). Die Straße von Hormuz ist eine Schlüsselroute für etwa 20% der globalen Erdöl-Tagesproduktion.

Anders als 2022: Die EU ist heute deutlich besser auf Energiekrisen vorbereitet. LNG-Importe sind ausgebaut, Gasspeicher sind voll, erneuerbare Energien tragen einen größeren Teil der Stromproduktion.

Auswirkungen auf einzelne Energiepreise (April 2026 vs. Vorjahr)

PositionVeränderung ggü. April 2025
Heizöl+47,3%
Kraftstoffe (Sprit)+14,8%
Strom (Haushalte)+8,1%
Erdgas (Haushalte)+3,2%
Fernwärme+1,8%

Maßnahmen der Bundesregierung

  • Energie-Notfallfonds 2026 (15 Mrd. €): Beschlossen im März 2026 für eventuelle Notfallhilfen — bisher nicht aktiviert.
  • Pendlerpauschale erhöht: Auf 0,38 € pro Kilometer (rückwirkend ab 1. Januar 2026), entlastet Berufspendler.
  • Energiekostenpauschale: 200 € einmalig für Bezieher von Bürgergeld/Grundsicherung, ausgezahlt im April 2026.
  • LNG-Import-Kapazität: Sechs schwimmende Terminals an der Nord- und Ostseeküste sichern Versorgung.

Was tun als Verbraucher?

  • Heizen: Heizungsthermostate auf 20°C einstellen, Stoßlüften statt Kippstellung.
  • Mobilität: Fahrgemeinschaften, ÖPNV/Deutschlandticket, Spritspar-Tipps.
  • Anbieterwechsel: Strom- und Gasanbieter regelmäßig vergleichen — dazu gibt es konkrete Berechnungen im Strompreis-Rechner.

Vergleich zur Lage 2022

AspektOktober 2022April 2026
Gesamtinflation10,4%2,9%
Energiepreis-Anstieg+43,1%+10,1%
EZB-Leitzins2,00%3,50%
Gasspeicher-Stand95% (zur Saison-Spitze)62% (Saison-Tief)
LNG-Kapazitätnoch im Aufbau6 Terminals operativ

Fazit: Die aktuelle Lage ist deutlich entspannter als 2022. Die Inflation ist beherrschbar, die Vorbereitung war besser. Trotzdem: Risiken bleiben, falls der Konflikt weiter eskaliert.

Häufige Fragen